Diversity Loveislove LGBTQ+ | Blog | Mr & Mrs Yes
Alex & Bella

Alex & Bella

#diversity #lovislove #lgbtq+

Würdest du jeden Tag immer dasselbe Essen wollen?
Immer den gleichen Film, die gleiche Fernsehsendung oder die gleiche Serie anschauen wollen?

Immer nur für das gleiche Hochzeitspaar arbeiten wollen?

Nein? Wir auch nicht!

Denn Vielfalt macht das Leben aufregender und spannender.

Diversity. Ein Thema, das allgegenwärtig ist – vor allem in der Hochzeitsbranche. Oder besser: Allgegenwärtig sein sollte. Denn häufig wird das Thema Diversity vergessen oder ignoriert.

An dieser Stelle gleich einmal eine kleine Anmerkung: Auch wenn es im Folgenden vielleicht so klingen mag, wir unterstellen niemandem eine böse Absicht, Homophobie/Transphobie/… oder etwas anderes dieser Art. Die provokante Formulierung ist Absicht, da wir auf das Thema aufmerksam machen wollen und zum Nachdenken anregen wollen.

Und nun weiter im Text.


Als kleine Grundlage:
Diversity (dt. „Diversität“ oder „Vielfalt“) ist das Gegenteil von Diskriminierung. Es bedeutet, andere Menschen unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Sexualität, Alter, Aussehen, Behinderung oder Religion (uvm.) anzuerkennen und wertzuschätzen.

Diversity ist überall – jeder Mensch unterscheidet sich von anderen Menschen und dass ist toll so.

Vielfalt macht das Leben abwechslungsreich.

Wir vertreten daher ganz klar die Meinung: Liebe ist Liebe. Punkt. Fertig.

Gerade die Hochzeitsbranche feiert ja die Liebe – und zwar nur die Liebe. Das muss auch unabhängig vom Geschlecht, von der sexuellen Orientierung und von der Hautfarbe oder Religion möglich sein. Die Erfahrung zeigt, dass dies eben sehr gut möglich ist – wenn man sich darauf einlässt.

Diskriminierung ist überall – auch wenn in den meisten Fällen oft unbeabsichtigt. Außerdem: Was ist denn schon „normal“? „Normal“ klingt definitiv langweilig.

Wir möchten dir daher einige Denkanstöße geben. Denn außerhalb größerer Städte fühlen sich Themen wie Diversity und LGBTQ+ wie Tabus an. Aber das muss und das sollte es doch gar nicht sein, denn es ist ganz normal, nicht „normal“ zu sein.

Dinge, die (auch in der Hochzeitsbranche) oft noch verankert sind:

1. Hallo, liebes Hetero-Pärchen!


„Alex & Manu“ senden dir eine Anfrage zu. Klar, du bist richtig happy. Aber was antwortest du?

Lieber Alex, liebe Manu…?
Liebe Alex, lieber Manu…?

Die Meisten gehen einfach von einem Hetero-Pärchen aus. Was aber, wenn sich hinter Alex & Manu die Namen Alexandra & Manuela oder Alexander & Manuel verstecken? Ein Fettnäpfchen, in das man nicht treten muss! Antworte einfach mit:

Hallo Alex & Manu! Toll, euch beide kennenzulernen…

Alles andere findet man beim Kennenlerngespräch raus. Und gerade bei exotischen Namen wie Aksu, Lin oder Aida ist eine generelle Ansprache ohnehin immer besser.

2. Mr & Mrs Normal


Messestände, Deko-Shops, Caketopper, Schilder, Styled Shootings und vieles mehr: Wohin das Auge blickt – überall nur „Mr & Mrs“.

Zwar haben wir das „Mr & Mrs“ auch im Namen, aber wir identifizieren uns eben als Mann und Frau, heterosexuell und das auch noch verheiratet. Was aber, wenn deine potentiellen Kunden sich nicht als „Mann“ und „Frau“ definieren? Vielleicht ist dein potenzielles Kundenpaar homosexuell, trans oder queer?
Wir möchten damit nicht sagen, dass dein komplettes Marketing, deine Webseite und dein Messestand nur auf diese Paare ausgerichtet sein muss oder sollte.
Auslassen solltest du dieses Thema jedoch definitiv nicht.

Und auch wenn der Großteil der deutschen Bevölkerung eine weiße Hautfarbe aufweist und christlichen Glaubens ist, versuche dich doch auch mal an anderen Hautfarben oder Nationalitäten .

Vielfalt macht das Leben schöner.

Dir fehlt das entsprechende Werbe- bzw. Bildmaterial?
Es gibt bestimmt einige Diversity-Paare in deiner Umgebung oder unter deinen Instagram/Facebook/Pinterest-Followern, die du zu einem Shooting einladen kannst. Nebenher lernst du noch ein paar tolle Leute kennen.

3. Liebes Brautpaar,…


Diesen Punkt hätte ich auch im ersten Punkt aufnehmen können, aber er ist für uns so wichtig, dass er einen eigenen Punkt benötigt bzw. nochmal erwähnt werden muss:

Zwar ist das Wort „Brautpaar“ im deutschen Sprachraum fest verankert, doch beim genauen Hinsehen fällt etwas auf: Was ist, wenn sich in deinem Kunden-Paar gar keine „Braut“ versteckt?

Du siehst also, dass wir uns in einigen Punkten wiederholen. Und auch wenn wir solche Aktionen richtig toll finden, musst du nicht jedem Pärchen einen Blumenkranz umhängen und mit einer Regenbogen-Flagge die Straße hoch und runter rennen. Und, bitte bitte bitte, behandle Diversity-Paare nicht wie eine zerbrechliche Ming-Vase oder die neuste Sensation der Nation. Wir sind alle nur Menschen und wir wollen alle nur unsere Liebe zueinander ausdrücken und feiern.


Uns ist es nur unglaublich wichtig, den Fokus auch einmal vom vermeintlich klassischen Hochzeitspaar weg auf all die anderen tollen Paare da draußen zu lenken.

In Folge 3 unseres Podcasts (auch auf Spotify verfügbar) gehen wir noch länger auf das Thema Diversity ein. Hör doch einfach mal rein.

Sei einfach offen und verurteile andere Menschen nicht wegen dem, was oder wie sie sind. Stell die Leute aber auch nicht auf ein Podium, ins Rampenlicht oder benutze sie als Aushängeschild. Denn Liebe ist Liebe. Und Liebe ist das Normalste auf der Welt.

Geh offen auf die Leute zu du wirst schnell die gleiche Offenheit zurückbekommen. Denn Trauen kann sich jede/r.

Alex & Bella

PS: Für uns ist es nur schwer nachzuvollziehen, wenn Menschen bspw. andere Hautfarben oder sexuelle Orientierungen nicht akzeptieren möchten oder können. Häufig hat diese Einstellung auch religiöse oder kulturelle Hintergründe. Und auch wenn wir das schade finden, so hat jeder Mensch ein Recht auf seine eigenen Überzeugungen und seine eigene Religion. Wichtig ist unserer Meinung nach dann jedoch, dass du zu deinen Überzeugungen stehst und bspw. Anfragen bewusst auch absagst. Denn deine Überzeugungen sind ein Grundpfeiler deines Unternehmens, wie wir auch hier in diesem Blogartikel ausführlicher diskutiert haben.

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