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Alex & Bella

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5 Basics eines Hochzeitsfotografen

Wie auch schon in unserem Blogbeitrag zu den 5 Basics einer Traurednerin, so wollen wir heute über 5 Basics, Tipps und Tricks für Hochzeitsfotografen reden.
Wie immer: Es handelt sich hierbei um unsere persönliche Meinung, welche auf unseren Erfahrungen basiert.

Wenn du keine Leseratte bist oder auch mal unsere zarten Stimmchen hören möchtest, kannst du dir auch unsere Podcast-Folge [005] (auch auf Spotify verfügbar) zu diesem Beitrag anhören.



Wer sich auf YouTube, Facebook oder anderen sozialen Medien als Fotograf herumtreibt, der bekommt immer wieder das gleiche, verzerrte Bild von der Hochzeitsfotografie präsentiert:

„Nur wer das beste, teuerste und neuste Equipment hat, hat hier eine Chance, gebucht zu werden.“

Laut Social Media


Unserer Meinung nach ist das größtenteils reiner Blödsinn!

Es lässt sich nicht abstreiten, dass gutes Equipment dabei helfen kann, tolle Bilder und Videos zu machen. Aber selbst das teuerste und neuste Equipment hilft nichts dabei, wenn du nicht im richtigen Moment auf den Auslöser drückst oder völlig ungeignete Einstellungen verwendest.

Mit etwas Übung, Know-How und viel Ausprobieren lassen sich auch mit älterem, „mittelmäßigerem“ Equipment tolle Aufnahmen machen. Denn auch wenn man sich von der Technik gerne überwältigen lassen kann, die Kreativität und der Dienstleistungs-Aspekt gehört auch maßgeblich zum Fotografen-Dasein.

Deswegen geben wir dir im Folgenden 5 Basics, die du vor, während und nach deinen ersten Buchungen im Kopf haben solltest:

Nr. 1: Erwecke deinen inneren Ninja.


Als Hochzeitsfotograf solltest du bei deinem Shooting immer präsent sein, wenn du gebraucht wirst – wenn es nötig ist, solltest du aber auch unsichtbar werden können.

Es ist immer doof, wenn das Hochzeitspaar beispielsweise gerade einen besonderen Moment fotografiert haben möchte, du aber befindest dich gerade am anderen Ende der Location, um die Deko zu fotografieren. Wenn das einige wenige Male vorkommt, ist das nicht schlimm. Wenn dein Hochzeitspaar allerdings den Eindruck bekommt, dass du irgendwie nie im richtigen Moment da bist, so wird sich deren Zufriedenheit auch in Grenzen halten.

Genauso kann es für die Familie des Hochzeitspaars und auch für das Hochzeitspaar selbst extrem störend wirken, wenn du Ihnen die ganze Zeit auf die Pelle rückst oder vor der Nase herumtanzt. Deswegen solltest du auch in der Menge oder im Hintergrund untertauchen können. Gerade von den Hochzeitsgästen lassen sich so meist viel natürlichere Bilder machen, wenn sie deine Anwesenheit kaum bemerken.

Und nicht vergessen: Ein Hochzeitsfotograf ist kein Alleinunterhalter! Zwar kann es von Zeit zu Zeit ganz hilfreich sein, mit einem Witz den Gästen dann doch einen Lacher herauszulocken – einen Stimmungsmacher oder Clown kann das Hochzeitspaar aber separat buchen, wenn sie das möchten.

Nr. 2: Kenne deine Ausrüstung.


Es ist unglaublich wichtig, dass du dich gerade für deine ersten Buchungen schon einigermaßen gut mit deiner Ausrüstung auskennst.

So kannst du vermeiden, dass du dem Hochzeitspaar aus Unwissenheit Dienstleistungen oder Features anbietest, die du mit deiner Ausrüstung überhaupt nicht umsetzen kannst. Beispiele hierfür wären: Shootings bei jedem Wetter (obwohl deine Ausrüstung kein Wasser verträgt), Bilder und Videos gleichzeitig machen (obwohl deine Kamera keine Bilder während dem Filmen machen kann), … – diese Liste lässt sich unendlich weit fortführen.

Es ist eben genauso wichtig zu wissen, was deine Ausrüstung kann, wie zu wissen, was deine Ausrüstung nicht kann.

Hiermit hat wohl jeder Fotograf schon Erfahrungen gemacht.



Und auch wenn du dir für einen Auftrag neue Ausrüstung vom Händler oder von Bekannten ausleihst: Teste deine Ausrüstung in jedem Fall nochmal, bevor dein Auftrag wirklich losgeht.

Gerade bei der Fotografie und Videografie kann man sich leicht in allen möglichen Details verlieren: Auflösung, Sensorgröße, Blendenöffnung, Brennweite, ISO, usw. Und natürlich bieten sich für gewisse Situationen auch bestimmte Einstellungen, Kameras und Linsen an. Doch wenn du diese Kameras und Linsen (noch) nicht hast, kannst du mit deiner Ausrüstung und viel Übung trotzdem tolle Bilder machen.

Nr. 3: Kalibriere dein Moment-Barometer.


Als Fotograf hast du oft nur einen kurzen Augenblick Zeit, einen tollen und vor allem einmaligen Moment einzufangen: Der Kuss, das Anstecken der Ringe, die Träne auf dem Gesicht des Brautvaters, der Lacher beim Hochzeitstanz und noch vieles mehr.

Wichtig ist hierbei, dass du mit der Zeit ein Gespür dafür bekommst, wann solche Momente für gewöhnlich auftreten und wann du kurz Zeit zum Durchschnaufen hast.

Zwischendurch musst du unter Umständen mal die Speicherkarte, das Objektiv oder die Batterie wechseln und es wäre super schade, wenn du dadurch einen besonderen und einmaligen Moment verpasst.

Egal ob freie Trauung, Standesamt oder religiöse Zeremonie: So gut wie jede Form der Trauung hat bestimmte einzigartige Riten, Abläufe oder Zeremonien. Diese solltest du auf jeden Fall im Kasten haben, weil sich diese Momente an diesem Tag nicht mehr wiederholen werden. Dagegen kannst du auf der anschließenden Feier meist etwas entspannter sein, da sich bestimmte Szenerien öfters mal wiederholen.

Nr. 4: Gute Vorbereitung ist das A und O.


Nr. 2 spielt hier bereits schon etwas mit hinein und Nr. 5 würde zu Teilen auch hierher passen:

Bereite dich gut auf deinen Auftrag vor.

Im Idealfall hast du das Hochzeitspaar bei euren vorherigen Gesprächen gefragt, welche Must-Have Fotos du am Ende des Tages im Kasten haben solltest. Falls nicht, kann das zu bösen Überraschungen führen!

Zu einer guten Vorbereitung gehört auch das Richten deiner Ausrüstung dazu. Eine geübte Sängerin könnte vielleicht damit durchkommen, dass Sie ihr Mikrofon oder Ihre Lied-Blätter vergessen hat. Wenn du als Fotograf aber deine Kamera vergisst, deine Akkus leer sind oder deine Speicherkarten zuhause noch im Laptop stecken, kannst du nicht einfach improvisieren.

Hat das Hochzeitspaar eine bestimmte Ausrüstung gebucht, bspw. Drohnen-Aufnahmen, 360°-Videos oder Tonaufnahmen der Ehegelübde? Schau lieber nochmal in deinen Aufzeichnungen nach und nimm das entsprechende Equipment mit.

Wird es heute regnen und stürmen oder scheint die Sonne an der Location? Schau den Wetterbericht nochmal an.

Wenn es dir möglich ist, solltest du auch immer eine BackUp-Möglichkeit haben: Also eine zweite Kamera, mehrere Speicherkarten und unterschiedliche Linsen – nur für den Fall, dass etwas herunterfällt, nicht funktioniert oder kaputt geht.

Ebenso ist ein Locationcheck (am besten mit dem Hochzeitspaar – es geht aber auch ohne) vorher sehr sinnvoll: So kannst du schonmal nach tollen Hintergründen für Fotos suchen und testen, wie du dich am besten positionieren kannst.

Einen weiteren Punkt müssen wir leider noch ganz eindringlich ansprechen:

Dresscode!

Leider halten sich viele Hochzeitsdienstleider nicht wirklich daran.



Wir stellen auf vielen Hochzeiten fest, dass der Fotograf oft nur bequeme Alltagsklamotten anhat, statt sich dem eigentlichen Dresscode anzupassen. Das geht unserer Meinung nach überhaupt nicht! Wer mit kurzem Rock und Spaghettiträger-Top zu einer Trauung in einer katholischen Kirche antanzt, zeigt sehr wenig Respekt für das Hochzeitspaar und deren religiösen Sitten. Dies gilt eigentlich generell für alle religiösen Zeremonien: Hier sollte man sich vorher informieren, um nicht anzuecken. Aber selbst bei einer freien Trauung sollte gelten: Wenn der Dresscode nicht Everyday-Casual ist, solltest du als Fotograf auch nicht mit Alltagsklamotten erscheinen. Ein weißes Hemd, eine Bluse oder ein vernünftiges Kleid machen hier bereits den Unterschied. Ohnehin wird niemand vom Fotografen verlangen, eine Krawatte, ein Sakko oder einen Blazer zu tragen.

Ja – die Ausrüstung den ganzen Tag herumzuschleppen ist anstrengend.
Ja – die 10 Stunden Fotoreportage gehen auf den Rücken und die Schultern.
Ja – im Sommer schwitzt man unter Umständen den ganzen Tag.
Ja – all das ließe sich mit bequemen Klamotten weitaus einfacher ertragen.

Dafür wurdest du aber auserkoren, den womöglich schönsten und wichtigsten Tag im Leben deines Hochzeitspaares festzuhalten. Und du bekommst auch noch einen ordentlichen Batzen Geld dafür. Unserer Meinung nach kann man hierfür auch für ein paar Stunden am Wochenende ein weißes Hemd oder eine Bluse aushalten.

Nr. 5: Gute Nachbereitung für einen runden Abschluss.


Dein Shooting ist zu Ende, die Hochzeit ist vorüber.

Oft fängt für den Fotografen die richtige Arbeit erst nach dem Shooting an.

Auf jeden Fall solltest du sofort deine Bilder oder Videos speichern und nochmals sichern – nichts ist schlimmer als eine versehentlich formatierte Speicherkarte!

Gerade für deine ersten Buchungen solltest du schon ein wenig mit den „tricks of the trade“ bewandert sein: Im Zeitalter der digitalen Fotografie sind Bildbearbeitungsprogramme ein Must-Have. Genauso wie beim Knipsen der Bilder selber, entwickelt man hier mit der Zeit seinen eigenen Bearbeitungsstil und eigene Bearbeitungsabläufe. Uns fällt auch öfters auf, dass gerade erfahrene Fotografen in seltenen Fällen auch zu sehr am eigenen Stil festhalten. Hier kann man sich immer wieder neue Ideen auf Pinterest oder Instagram und auch mal neue Sachen ausprobieren.

Vielleicht bevorzugt dein Hochzeitspaar auch einen ganz bestimmten Bearbeitungsstil: Denn heutzutage legen die Leute mehr denn je großen Wert auf Bilder, die auch auf Social Media und nicht nur eingerahmt auf der Wohnzimmer-Wand gut aussehen.

Wie gelangen deine fertigen Werke letztendlich zum Hochzeitspaar? Per USB-Stick, Fotobuch oder über eine Online-Sharing-Plattform? Egal, für was (bzw. für welche Kombination davon) du dich entscheidest: Probiere das Ganze vor deinem ersten Shooting aus, damit es hinterher auch reibungslos funktioniert bzw. die Qualität der Druckartikel stimmt.



So, das waren Sie nun: Unsere 5 Basics, Tipps und Tricks für (angehende) Hochzeitsfotografen.
Haben wir deiner Meinung nach etwas Wichtiges vergessen? Lass gerne einen Kommentar da oder schreib uns auf unseren Social Media-Kanälen.

Alex & Bella

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